Mittwoch, 8. Januar 2020

Naturkatastrophenbericht: ARD und ZDF setzen den Klima-Frame


Behauptungen statt Belege
Naturkatastrophen-Bericht: ARD und ZDF setzen den Klima-Frame
Von Alexander Wendt 
Der Bericht der Munich Re über Naturkatastrophen 2019 gibt zwar für Klima-Alarmistik nichts her. Die öffentlich-rechtlichen Sender versuchen es trotzdem. 
Der Weltklimarat sieht eine Zunahme von Extremwetter-Ereignissen durch den Klimawandel, behauptet das ZDF. Das stimmt so nicht.
Am 8. Januar veröffentlichte Munich Re, einer der größten Rückversicherer der Welt, seinen jährlichen Bericht über die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen.
Die wichtigsten Daten darin fallen für 2019 eher positiv aus – abgesehen davon, dass es grundsätzlich um Tote und Unglücke geht. Die Zahl der Naturkatastrophen-Toten ging stark zurück, von 15.000 im Jahr 2018 auf 9.000 im vergangenen Jahr. Die angerichteten Schäden sanken leicht, von 160 auf 150 Milliarden Dollar. Alles in allem, so Munich Re, lägen die Schäden für 2019 im inflationsbereinigten Schnitt der letzten 30 Jahre.
Der Bericht eignet sich schon wegen dieser Zahlen nicht für Klimakatastrophen-Berichterstattung. Außerdem behauptet das Rückversicherungsunternehmen darin keinen direkten Zusammenhang zwischen globalen Klimaveränderungen und Naturkatastrophen, etwa den beiden tropischen Zyklonen, die 2019 den Großraum Tokio heimsuchten und Schäden von 24 Milliarden Dollar anrichteten.
In ihren Berichten griffen sowohl Tagesschau als auch heute-Nachrichten den Munich Re-Bericht auf und setzten prompt ein Klima-Frame. Die Tagesschau teasert ihre Meldung folgendermaßen an: 
„Naturkatastrophen 2019150 Milliarden Dollar Schäden weltweit
Stürme, heftiger Regen und Hitzewellen – Naturkatastrophen haben 2019 Schäden in Höhe von 150 Milliarden Dollar verursacht, berichtet der Rückversicherer Munich RE. Experten sehen auch einen Zusammenhang mit dem Klimawandel.“ 

In dem eigentlichen Artikel auf tagesschau.de, den ein Nutzer dann aufklicken kann, kommen allerdings keine Experten vor, die einen Zusammenhang zwischen den Naturkatastrophenschäden 2019 und den Klimaveränderungen behaupten. Zitiert werden nur Munich Re-Vorstand Torsten Jeworrek mit der sehr allgemeinen Aussage, man könne den „Klimawandel spüren und sehen“, und der „Chef-Klimaexperte“ des Konzerns, Ernst Rauch, der lediglich für die Zukunft mehr Hagelgewitter voraussagt. Überraschend ist beides nicht, denn die Prognose künftiger Schäden dient bei großen Versicherern als Begründung, die Versicherungsprämien hoch zu halten beziehungsweise zu erhöhen. Das gehört zum Geschäft und ist nichts, was man dem Unternehmen vorwerfen müsste. Aber weder handelt es sich bei den von der Tagesschau zitierten Managern um unabhängige Experten, noch „sehen sie einen Zusammenhang“ zwischen den Versicherungsschäden 2019 und den globalen Klimaentwicklungen.
Die Kollegen vom ZDF gehen bei der Klima-Einrahmung des Munich Re-Reports noch einen großen Schritt weiter.
Auf heute.de vergleicht die Redaktion zunächst die reine Zahl von Naturkatastrophen 2019 – also nicht Tote und Schadenshöhe – mit dem Durchschnitt der Jahre 1989 bis 2018, wobei nicht verraten wird, warum sie diesen 29-Jahres-Vergleichszeitraum heranzieht. Um dann eine Verknüpfung zwischen dem Munich Re-Report und einer angeblichen Feststellung des Zwischenregierungs-Rats zum Klimawandel IPCC (in deutschen Medien regelmäßig als „Weltklimarat“ übersetzt) herzustellen, der damit „bestätigt“ werde.
Bei heute.de heißt es: 
„Zwischen 1989 und 2018 waren es im Schnitt 520, im letzten und vorletzten Jahr dagegen deutlich über 800. Der Bericht bestätigt damit, was Wissenschaftler, zum Beispiel die des Weltklimarates (IPCC), schon länger feststellen: Die Zahl von Extremwetterereignissen nimmt weltweit durch den Klimawandel zu. 
Der Satz „Die Zahl von Extremwetterereignissen nimmt weltweit durch den Klimawandel zu“ ist auf der ZDF-Seite zwar aufmerksamkeitsverstärkend gefettet – es fehlt aber ein entsprechender Link zu einem IPCC-Bericht, der das tatsächlich feststellen würde. In dem heute.de-Text folgt auch kein Zitat, das die Behauptung belegen würde, der IPCC hätte diese Feststellung getroffen. Was nicht verwunderlich ist. Denn in seinem Report von 2018 geht die Organisation auf das Thema Extremwetter-Ereignisse umfangreich ein. Nur nicht so, wie das ZDF behauptet.
Dort schreiben die IPCC-Autoren vielmehr, sie hätten „geringes Zutrauen“ („low confidence“) in Daten, die einen Langzeittrend in der Zunahme von Intensität, Frequenz und Dauer tropischer Zyklone in den letzten 40 Jahren zeigen sollen. Ebenfalls „geringes Zutrauen“ habe das IPCC in Trendbeobachtungen zu „kleinräumlichen Phänomene(n) wie Tornados und Hagel“, dazu seien die Daten zu widersprüchlich und die Beobachtungssysteme zu wenig geeignet: 
„There is low confidence in any observed long-term (i.e., 40 years or more) increases in tropical cyclone activity (i.e.,intensity, frequency, duration), after accounting for past changes in observing capabilities. It is likely that there has been a poleward shift in the main Northern and Southern Hemisphere extratropical storm tracks. There is low confidence in observed trends in small spatial-scale phenomena such as tornadoes and hail because of data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.“ 
Für wahrscheinlich hält das IPCC seinem Bericht zufolge die Verlagerung außertropischer Stürme Richtung Norden, außerdem die Zunahme der Zahl warmer Tage und Nächte und die Abnahme von kalten. Das überrascht wenig – und hat vor allem nichts mit dem Thema Naturkatastrophen zu tun.
Mit seinem Bericht von 2018 bestätigte das IPCC eine ganz ähnliche Aussage aus seinem Report von 2013: Es gibt keine hinreichenden Daten für einen Zusammenhang zwischen Klimaveränderungen und Wetterextremen. Die Erkenntnis passt auch gut zu dem Report von Munich Re, denn der Versicherer registriert seit 30 Jahren keinen signifikanten Anstieg der Schadenshöhen.

Fazit: ARD und ZDF stecken den Naturkatastrophen-Schadensbericht eines Versicherers in einen Klima-Deutungsrahmen, obwohl die Daten in dem Munich Re-Bericht weder einen alarmierenden Trend noch einen Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimaentwicklung hergeben. Das ZDF behauptet zudem eine Aussage des IPCC zu einem Zusammenhang von Extremwetterereignissen und Klimawandel, die das IPCC gerade nicht so getroffen hat.

Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich?

Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich? (Quelle)
Von Thomas Röper, 02.01.2020

Medien und Politik erzählen uns den ganzen Tag lang, dass 97% der Klimaforscher sich einig sind, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Aber eine Überprüfung dieser Behauptung ergibt ein ganz anderes Bild.
Die Zahl der 97-prozentigen Einigkeit kommt aus einer Metastudie aus dem Jahr 2013 und wird uns seit dem als unbestreitbare Wahrheit präsentiert. In dieser Metastudie hat ein gewisser John Cook knapp 12.000 Forschungsarbeiten zu den Themen Klima und Umwelt darauf untersucht, ob sie dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben, oder nicht. Und als Ergebnis hat Cook präsentiert, dass sich 97 Prozent der Studien und Arbeiten einig wären, dass der Mensch an allem Schuld ist.
Ich hoffe, sie sitzen bequem, denn nun kommt´s: Das war gelogen. Und zwar dreister, als man es sich hätte vorstellen können: Es sind ganze 0,54 Prozent der Arbeiten der Meinung, dass der Mensch auch nur zu mindestens 50 Prozent am Klimawandel schuld ist. Das ist kein Scherz und nun werde ich Ihnen aufzeigen, wie man mit mathematischen Tricks aus 0,54 Prozent 97 Prozent macht.
Markus Fiedler hat sich die Metastudie, deren Daten und Ergebnisse alle öffentlich zugänglich sind, angeschaut und sie überprüft.
In diesem Artikel schreibe ich eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse.
Für alle, die sich diese wissenschaftliche Arbeit von Markus Fiedler anschauen wollen, geht es hier zu der Originalarbeit von Markus Fiedler. Die Arbeit von Fiedler wurde von Professor Hans-Jürgen Bandelt überprüft und dessen Vorschläge und Hinweise sind in den Text aufgenommen worden.
Ich weise immer wieder darauf hin, dass man sehr wachsam sein muss, wenn über Studien berichtet wird und man sich auch die Studien selbst anschauen sollte. Anscheinend hat sich in Deutschland kaum jemand die Mühe gemacht, sich die Cook-Studie einmal anzuschauen, anders lässt sich nicht erklären, wie dieser Unsinn von den 97 Prozent Einigkeit verbreitet werden kann.
Schon die Einteilung, die Cook vorgenommen hat, war manipulativ. Er hat sieben Kategorien geschaffen, in die er die knapp 12.000 Arbeiten einsortiert hat.
Kategorie 1 lautete, der Mensch sei zu über 50 Prozent für den Klimawandel verantwortlich.
Kategorie 2 machte zwar den Menschen verantwortlich, legte sich aber nicht darauf fest, wie stark der Mensch das Klima beeinflusst.
Kategorie 3 machte den Menschen wenigstens ein bisschen verantwortlich.
Kategorie 4 äußerte sich nicht zum menschlichen Einfluss auf das Klima.
Kategorie 5 sprach sich eher gegen den menschlichen Einfluss aus.
Kategorie 6 sprach sich etwas deutlicher gegen den menschlichen Einfluss aus.
Kategorie 7 sprach sich gegen den menschllichen Einfluss aus und sagte, der menschliche Einfluss liege bei weniger als 50 Prozent.
Man sieht also, dass es eigentlich nur drei Kategorien geben dürfte: Kategorie 1: Der Mensch ist zu über 50 Prozent verantwortlich, Kategorie 2: Keine Angabe über den menschlichen Einfluss, Kategorie 3: Der Mensch ist zu weniger als 50 Prozent verantwortlich. Wenn sich aus einer Arbeit nicht ableiten lässt, ob der menschliche Einfluss bei über oder 50 Prozent liegt, dann trifft die Studie keine klare Aussage und gehört in die Kategorie „keine Angabe“. Oder man schafft eben mehr Kategorien mit klaren Prozentangaben.
Die vier weiteren Kategorien ohne klare Prozentangaben überschneiden sich zwangsläufig und das öffnet der Manipulation Tür und Tor, weil man hier die Arbeiten einsortieren kann, wo man möchte und so das Ergebnis in die gewünschte Richtung lenken kann. Von einer objektiven und wissenschaftlichen Arbeit kann man also nicht sprechen, aber Medien und Politik erzählen uns trotzdem, alles sei ganz klar und 97 Prozent aller Forscher seien sich einig.
Übrigens ganz am Rande: Wissenschaft ist nicht demokratisch. Ob sich Wissenschaftler einig sind oder nicht, ist kein Argument. In der Wissenschaft geht es um Sachargumente, nicht um die Frage, wie viele Wissenschaftler welche Theorie überzeugend finden. Physikalische Gesetze sind nicht durch Abstimmungen entstanden. Fortschritte wurden immer dann gemacht, wenn „Querdenker“ das Bestehende in Frage gestellt haben. Wäre Einigkeit ein Argument, würden wir immer noch glauben, dass eine Erkältung eine Strafe Gottes ist und wüssten immer noch nichts über Bakterien und Viren. Es waren die „Querdenker“, die den Fortschritt gebracht haben, nicht die um „wissenschaftlichen Konsens“ bemühten Konformisten.
Kommen wir nun zu den Ergebnissen und zu den mathematischen Tricks, die aus 0,54 Prozent am Ende 97 Prozent gemacht haben.
Markus Fiedler hat sich die Rohdaten heruntergeladen und sie in eine Excell-Tabelle übertragen. Das kann jeder Interessierte auch tun und die Cook-Studie selbst zu Hause überprüfen. Cook kam nach eigenen Angaben bei der Überprüfung von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema zu folgendem Ergebnis:
Kategorie 1: 64 Arbeiten, also 0,54%
Kategorie 2: 922 Arbeiten, also 7,72%
Kategorie 3: 2.910 Arbeiten, also 24,36%
Kategorie 4: 7.970 Arbeiten, also 66,73%
Kategorie 5: 54 Arbeiten, also 0,45%
Kategorie 6: 15 Arbeiten, also 0,13%
Kategorie 7: 9 Arbeiten, also 0,08%
Wie gesagt ist Einteilung in die Kategorien 2, 3, 5, und 6 ohnehin fragwürdig, weil sie sich überschneiden und man die Arbeiten willkürlich in fast jede der Kategorien einsortieren kann, lediglich die Kategorien 1, 4 und 7 sind eindeutig zuzuordnen: 0,54 Prozent der Arbeiten geben dem Menschen einen Einfluss auf das Klima von über 50 Prozent, 0,08 Prozent von unter 50 Prozent und 66,73% äußern sich überhaupt nicht zum menschlichen Einfluss auf das Klima.
Und man fragt sich unwillkürlich: Wie zur Hölle macht man daraus 97 Prozent Einigkeit über den menschengemachten Klimawandel?
Nun, das ist einfach: Man rechnet als erstes die 7.790 Arbeiten der Kategorie 4 heraus, die haben sich ja nicht geäußert. Das ist wie bei den Bundestagswahlen: Die Nichtwähler fallen unter den Tisch.
Aber auch dann sind ja immer noch nur 64 von 3.974 übrig gebliebenen Untersuchungen der Meinung, der Mensch sei zu über 50 Prozent für den Klimawandel verantwortlich. Also muss man dann eben feststellen, dass die Kategorien 1 bis 3 alle irgendwie den Menschen verantwortlich machen, das wären dann 3.896 Arbeiten insgesamt, die dem Menschen die Schuld geben. Und die 78 Arbeiten, die man in die Kategorien 5 bis 7 einsortiert hat, bestreiten das. Und siehe da: 3.896 Arbeiten aus insgesamt 3.974 Arbeiten ergeben 97 Prozent. Es lebe die Mathematik!
Und wie gesagt, über die Einteilung in die Kategorien lässt sich streiten, denn nur 73 Arbeiten wurden eindeutig in die Kategorien 1 und 7 einsortiert. Die restlichen 3.901 Arbeiten, die nach Entfernung der „Nichtwähler“ übrig bleiben, wurden nach eigenem Gusto auf die Kategorien 2, 3, 5 und 6 verteilt.
Daher hat Fiedler eine Stichprobenuntersuchung der Arbeiten, die in Kategorie 2 einsortiert wurden, gemacht und festgestellt, dass ca. jede 4. Arbeit dort nicht hingehört. Sie hätten korrekterweise in die Kategorien 4, 6 oder 7 gehört. Mehr noch: Er hat auch mehrere Forscher zitiert, die sich sehr gewundert haben, wie ihre Arbeit überhaupt in einer der ersten drei Kategorien gelandet ist. Es musste also bei der Einordnung der Arbeiten in die Kategorien auch noch kräftig geschummelt werden, um auf diese Ergebnisse zu kommen, die man nur mit mathematischen Zaubertricks zu 97 Prozent aufbauschen konnte.
So schrieben Forscher über die Einordnung ihrer Arbeiten zum Beispiel:
„Dr. Idso: Es wäre falsch zu behaupten, dass unser Papier eine Billigung der CO2-induzierten globalen Erwärmung ist.“
Und noch ein Beispiel:
„Scafetta: Meinen Veröffentlichungen ergeben, dass die IPCC-Ansicht falsch ist, weil etwa 40-70% der von 1900 bis 2000 beobachteten globalen Erwärmung durch die Sonne verursacht wurden. (…) Bitte beachten Sie, dass es sehr wichtig ist klarzustellen, dass die vom IPCC (Welktklimarat) befürwortete AGW immer behauptet hat, dass 90-100% der seit 1900 beobachteten Erwärmung auf anthropogene (also menschengemachte) Emissionen zurückzuführen sind.“
Das waren nur zwei Beispiele, die aufzeigen, dass Cook in seiner Studie die Ergebnisse manipuliert hat, denn man sollte doch annehmen, dass die Autoren wissen, zu welchen Ergebnissen sie in ihren eigenen Arbeiten gekommen sind. Es ensteht damit der Verdacht, dass Cook mit der Studie ein bestimmtes Ergebnis erreichen wollte und sich die Ergebnisse so hingebogen hat, dass sie „passen“. Das bestätigt Cook auch selbst, wenn er über seine Studie schreibt:
„Eine genaue Einschätzung des Grades an wissenschaftlichem Konsens ist ein wesentliches Element für die öffentliche Unterstützung der Klimapolitik.“
Übersetzt in „normales Deutsch“ sagt Cook: „Wenn die Menschen glauben, dass sich die Wissenschaft einig ist, erhöht das ihre Unterstützung für die Klimapolitik.“
Und das erleben wir gerade, wenn die Deutschen selbst höhere Abgaben und Steuern für den Kampf gegen den Klimawandel fordern und es klaglos hinnehmen, dass die Strompreise auch 2020 weiter steigen, obwohl Strom in Deutschland schon heute so teuer ist, wie in keinem anderen europäischen Land. Klaglos nehmen die Deutschen Einschränkungen, Steuern und Preiserhöhungen hin, weil es ja dem Kampf gegen den Klimawandel dient.
Ich habe immer wieder deutlich gesagt, dass ich kein Wissenschaftler bin und mich nicht zu den Gründen des Klimawandels äußere. Dabei bleibe ich. Und ich bin offensichtlich in guter Gesellschaft, wenn auch eine Mehrheit von 66,73 Prozent der Fachleute (die angeblich zu 97 Prozent sicher sind, der Mensch und sein CO2-Ausstoß seien an allem Schuld) sich dazu nicht äußert.
Was ich aber auch immer wieder gesagt habe, ist, dass ich im Ausland lebe und wenn ich Diskussionen über das Klima verfolge, die nicht auf Deutsch stattfinden, dann habe ich diese in Deutschland so viel beschworene Einigkeit der Wissenschaftler nie gesehen, im Gegenteil. Das war bisher mein subjektiver Eindruck, der nun bestätigt wurde.
Übrigens ist Markus Fiedler nicht der erste, dem aufgefallen ist, dass die Studie manipuliert ist. Auf Englisch ist das schon lange bekannt und auch auf Deutsch gab es dazu schon mindestens eine Veröffentlichung, die aber offenbar untergegangen ist. Und alle diese Untersuchungen der Cook-Studie haben eins gemeinsam: Sie kommen alle zu dem Ergebnis, dass Cook die Daten manipuliert hat.
Nun muss man sich fragen, warum Medien und Politik derzeit einen solchen Aufriss um den menschengemachten Klimawandel machen, wenn die Wissenschaft sich da gar nicht so sicher ist. Wer sich die Zahlen anschaut, der sieht, dass die Legende von der Einigkeit der Wissenschaft frei erfunden ist. Eigentlich müsste in allen Überschriften stehen:
„99,46% der Wissenschaftler bezweifeln, dass der Mensch der Hauptverursacher des Klimawandels ist“
Das wäre eine korrekte Wiedergabe der Ergebnisse der Cook-Studie.
Derzeit werden den Deutschen Milliarden aus der Tasche gezogen, um die Energiewende, den Klimapakt und die Förderung der Elektroautos zu finanzieren. Man sollte sich einmal fragen, wer all diese Milliarden eigentlich bekommt, dann kann man sehen, wer eine so große Macht hat, dass er eine auf Unwahrheiten basierende, jahrelange Medienkampagne organisieren kann, die dazu führt, dass viele Deutsche sogar selbst höhere Steuern auf CO2 fordern.
Die Klimadebatte ist definitiv die erfolgreichste Propaganda-Kampagne in der Geschichte der Menschheit und wird irgendwann in den Lehrbücher erscheinen.

Kostensteigerung für Autofahrer und Mieter

Kostensteigerung für Autofahrer und Mieter
Auf Druck der Grünen wird die CO2-Steuer die Deutschen teuer zu stehen kommen. Vor allem die Mittelschicht wird draufzahlen, zeigen Berechnungen. Die Elektromobilität soll eigentlich gefördert werden - doch so gefährdet man eher ihre Akzeptanz.
"Wir müssen" steht für "Ihr zahlt"
Die Bundesregierung strahlt übers ganze Gesicht: Wir tun was fürs Klima! Kleiner Tipp: Wenn man in Berlin von "Wir" spricht, meint man natürlich Sie. Und eigentlich schielt man dabei zielsicher an Ihnen vorbei und meint Ihr Portemonnaie. Wer ein Auto mit Benzin- oder Dieselantrieb fährt oder als Mieter oder Hausbesitzer mit normalen Brennstoffen heizt, bekommt eine Art Staffelmieterhöhung aufgedrückt: Tanken und Heizen wird ab 2021 jedes Jahr empfindlich teurer. 47 Millionen Autofahrer werden sich bedanken. Und viele sich die Frage stellen: Wofür das bitte? Länder wie China oder die USA interessiert es ja nicht wirklich, ob Deutschland nun seinen im internationalen Vergleich homöopathischen Ausstoß eines Spurengases noch stärker reduziert oder nicht.

Freitag, 8. November 2019

Wissenschaftler zum Klimawandel - Problematische Warnung der 11.000

Wissenschaftler zum Klimawandel - Problematische Warnung der 11.000

Es war eine der großen Nachrichten der Woche, die „Warnung von 11.000 Wissenschaftlern vor einem Klimanotstand“. Fast alle Medien berichteten, meist an prominenter Stelle. Kläglich war das, auch weil der Aufruf dem Wissenschaftsethos widerspricht.

Der Klimawandel, angetrieben von Abgasen des Menschen, birgt erhebliche Risiken für viele Weltregionen. Umweltveränderungen sind messbar: Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Hitzewellen werden häufiger. Welche Folgen noch zu erwarten sind, ist Gegenstand der Forschung; der UN-Klimabericht dokumentiert zahlreiche Risiken, gleichwohl erhebliche Wissenslücken. Der Klimawandel findet sich zurecht oben auf der Agenda der Vereinten Nationen.
Doch die Warnung der 11.000 Wissenschaftler ist aus mehreren Gründen problematisch: Sie gründet auf einem mangelhaften Aufsatz. Sie widerspricht dem Ethos der Wissenschaft. Es gibt Zweifel an den Unterzeichnern. Und die Unterzeichner erliegen einer anrüchigen Versuchung.

Inhaltliche Mängel des Aufrufs

Das Spektakel um die Warnung der 11.000 erweist dem Thema einen Bärendienst. Es ist ein Tiefschlag für die Glaubwürdigkeit der Forschung (und der Medien), nicht nur weil die Unterzeichnerliste offenbar ungeprüft veröffentlicht wurde – auch „Mickey Mouse“ hat unterschrieben. Dass zahlreiche Vertreter von Umweltverbänden unter den Unterzeichnern sind und viele andere ohne Berufsnennung, lässt an ihrer Wissenschaftlichkeit zweifeln. Aber auch viele Forscher, deren angegebene Fachrichtung eine Mitarbeit am Klimathema anzeigen, dürften mit der Arbeit ihre Kompetenz überschritten haben: Sie bearbeiten Detailfragen, die eine kompetente Beurteilung aller Aussagen des Aufsatzes nicht unbedingt nahelegen.
Schwerer aber wiegen inhaltliche Mängel des Aufrufs. Aufgeführt werden Statistiken über die Änderungen menschlicher Aktivitäten, die Einfluss auf das Klima haben und zudem gemessene Umweltveränderungen. Suggeriert wird beispielsweise, dass eine zunehmende Versorgung der Weltbevölkerung mit Strom und der Zuwachs an Wohlstand, problematisch seien. Angesichts von 820 Millionen Hungernden in der Welt und gut einer Milliarde, denen Strom fehlt, eine zynische Aussage.

Die Vereinten Nationen haben das Gegenteil berichtet

Grobe Mängel im Aufsatz vergrößern das Problem: Eine Grafik etwa zeigt, dass die Welt massiv an Wald eingebüßt habe – eine grobe Irreführung. Erst im August haben die Vereinten Nationen das Gegenteil berichtet: Die Vegetation hat weltweit über die vergangenen Jahrzehnte stetig zugenommen. Eine weitere Grafik zeigt, dass Wetterkatastrophen häufiger geworden wären – ebenfalls ein Widerspruch zu UN-Daten, die bislang keinen globalen Klimaeffekt bei Wetterkatastrophen zeigen.
Während der UN-Klimareport regelmäßig überzeugend darlegt, warum die Erwärmung Umweltrisiken vergrößert, lassen die Darstellungen dieser von den 11.000 unterzeichneten Studie kaum einen glaubwürdigen Schluss zu; angebliche Zusammenhänge werden nicht erläutert. Stattdessen gibt es eine Liste mit Forderungen: Die Ernährung sollte auf Pflanzen umgestellt werden, und die Weltbevölkerung „muss stabilisiert, idealerweise reduziert werden“, heißt es etwa.

Moralische Pflicht der Wissenschaft gibt es nicht

Bereits der erste Satz des Aufsatzes ist problematisch: „Wissenschaftler haben eine moralische Pflicht, die Menschheit deutlich vor jeder katastrophalen Bedrohung zu warnen“, schreiben die Autoren. Abgesehen davon, dass die „Schilderung der Lage“ in dem Aufsatz misslungen ist – jene moralische Pflicht der Wissenschaft gibt es nicht. Das Gegenteil ist richtig: Politische Forderungen vergiften die Wissenschaft.
Die Wahrheitsfindung der Wissenschaft bedarf politischer Freiheit, soziale Verpflichtungen drängen die Forschung in Ideologien. Die Politisierung der Klimatologie hat bereits dazu geführt, dass sich viele Forscher mit Kritik an Ergebnissen und mit Zweifeln zurückhalten, um nicht in unliebsame politische Gesellschaft gestellt zu werden. Die Klimaforschung ist längst nicht mehr so frei, wie sie laut grundgesetzlichem Credo eigentlich sein sollte. Auch sie sollte ausschließlich der Wahrheitsfindung dienen, nicht der Mehrheitsfindung.

Politisierung des eigenen Wissens

Selbst eindeutige Forschungsergebnisse dürfen niemals politische Entscheidungen vorwegnehmen. Der Kampf gegen den Klimawandel steht in Zielkonflikten mit anderen fundamentalen gesellschaftlichen Problemen, etwa Nahrungsmangel und Energiemangel – nicht Umweltforscher haben zwangsläufig die Lösungen für die besten Kompromisse. Die Gesellschaft muss auf Basis von nüchternem wissenschaftlichem Sachstand entscheiden, nur dann finden politische Maßnahmen Akzeptanz. Weisungen einer akademischen Elite mit Autoritätsanspruch hingegen diskreditieren die Demokratie.
Dass es viele Umweltwissenschaftler derzeit zu Appellen drängt, mag angesichts des Klimawandels verständlich erscheinen. Uneigennützigkeit braucht dennoch nicht unterstellt werden: Wahrnehmung ist auch in der Forschung die wichtigste Währung – und Politisierung des eigenen Wissens hilft, relevant zu werden. Diese Versuchung ist menschlich, dass ihr aber sogenannte Qualitätsmedien unkritisch nachgeben wie bei der Warnung der 11.000, spottet ihrer Kontrollfunktion.
Quelle: Cicero

Meeresspiegel-Anstieg: Das sind die fünf grössten Sünder

Meeresspiegel-Anstieg: Das sind die fünf größten Sünder

Wissenschaftler fordern Nachbesserungen bei den Klimaplänen. Und nennen die Länder, die am meisten Treibhausgase ausstoßen.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

NZZ - Deutsches Umweltministerium fordert die Schweiz auf, Atomkraftwerke «zeitnah» stillzulegen


Deutsches Umweltministerium fordert die Schweiz auf, Atomkraftwerke «zeitnah» stillzulegen
Von einer «fatalen Fehlentwicklung» in der Schweizer Atompolitik spricht die Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Sie will, dass die Schweiz bei Entscheidungen über längere Laufzeiten die Nachbarstaaten einbezieht.
Das deutsche Umweltministerium versucht, Einfluss auf die Laufzeiten der Schweizer Atomkraftwerke zu nehmen. Bereits am Freitag veröffentlichte das Ministerium eine Pressemitteilung, die bisher kaum Beachtung fand. Darin heisst es, Rita Schwarzelühr-Sutter, die parlamentarische Staatssekretärin des Ministeriums und Bundestagsabgeordnete der SPD, habe sich wegen der Kernkraftwerke mit einem Schreiben an die Schweizer Bundesrätin für Umwelt, Simonetta Sommaruga, gewandt. Die Staatssekretärin setze sich dafür ein, das unweit der Grenze zu Deutschland gelegene Atomkraftwerk Beznau «schnellstmöglich» abzuschalten. Der Staatssekretärin geht es aber nicht nur um diese Anlage. Sie möchte, «dass auch die übrigen Schweizer Atomkraftwerke zeitnah ihren Leistungsbetrieb einstellen».