Freitag, 2. Dezember 2022

Vince Ebert: Noch einmal für alle
Deutschland benötigt täglich etwa 1,4 TWh Strom (im Winter deutlich mehr).
Es gibt zig Tage im Jahr, an denen Wind- und Sonne nur 3-10 % des täglichen Strombedarf liefern.
Wasserkraft liefert in Deutschland auch nur ein paar Prozent.
Deutschland hat Energiespeicher, die maximal 0,04 TWh speichern können.
Es genügen also einfache Grundrechenarten, um zu dem Schluss zu kommen:
ES GEHT SO NICHT! Siehe auch:  Tägliche Stromproduktion in Deutschland

Anpassung an Wetterextreme
 
Aufruf von Klimaforschern
- Chefreporter Wissenschaft 15.01.2022
Der Reflex ist eingeübt: Nach Naturkatastrophen schieben Politiker und Medien die Schuld auf die globale Erwärmung. Einer Forscherin, die den Warnungen bislang Vorschub leistete, geht es nun zu weit. Zusammen mit Kollegen fordert sie einen Kurswechsel.  
 
Laufzeitverlängerung Die 166 Dokumente, die den Mythos vom fairen AKW-Entscheid entlarven (WELT+)
Bei der Frage der Atomlaufzeitverlängerung gab es keine ergebnisoffene Prüfung. Darauf deuten interne Dokumente der Bundesregierung hin, die WELT analysiert hat. Zudem zeigt sich, dass Robert Habeck sogar gegen die Einschätzung der eigenen Fachleute handelte. 
 
Es wäre fahrlässig, nur auf Klimawissenschafter zu hören (NZZ)
In der Debatte um die Klimaerwärmung gibt es ein starkes Ungleichgewicht: Klimawissenschafter und Aktivisten kommen häufig zu Wort. Stimmen von anderen Naturwissenschaftern, Ökonomen und Sozialwissenschaftern werden oft nicht gehört. Das muss sich dringend ändern.
 
Vince Ebert: Sensible Stromnetze
Den wenigsten ist klar, wie hochgradig sensibel unser Stromnetz ist. Es ist eines der kompliziertesten von Menschenhand geschaffenen geregelten Systeme. Allein das deutsche Netz hat eine Gesamtlänge von fast zwei Millionen Kilometern, was der fünffachen Entfernung von der Erde zum Mond entspricht. Fast 600000 Transformatoren und Umspannstationen sorgen in unserem Land dafür, dass der Strom verlässlich aus der Steckdose kommt. Rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche.
 
Ex-EnBW-Chef Utz Claassen über die deutsche Energiekrise -
Der frühere Energie-Manager Utz Claassen hält die aktuelle deutsche Energiekrise für ein hausgemachtes Problem und sieht die Bundesrepublik als energiepolitischen Geisterfahrer, der im Rest der Welt nur noch Fassungslosigkeit erzeugt. Im Interview spricht Claassen über Waschlappen-Ratschläge, politische Ideologien, die verkorkste Gasumlage – und über die Zukunft des Industriestandorts Deutschland.
INTERVIEW MIT UTZ CLAASSEN am 25. August 2022 
 
Robert Habeck und die Laufzeitverlängerung -
Die Grünen sind Genies darin, das Volk über die Atomkraft zu täuschen
Im Ausland macht sich Robert Habeck mit dem Atomausstieg lächerlich, zu Hause verschweigt er Fakten. Ulrich Waas war bis Ende 2021 Mitglied der Reaktor-Sicherheitskommission, die das Bundesumweltministerium berät. Hier widerlegt er einige der Hauptargumente, die von der Bundesregierung gegen einen Weiterbetrieb der verbliebenen Kernkraftwerke vorgebracht werden.
VON ULRICH WAAS am 26. August 2022

Habecks Atomkraft-Verhinderung - Cicero verklagt Wirtschaftsministerium auf Akteneinsicht (Cicero)
Die AKW-Laufzeitverlängerung wurde im Bundeswirtschaftsministerium gezielt ausgebremst. Das zeigen regierungsinterne Dokumente, die Cicero aus dem Umweltministerium erhalten und gemeinsam mit „Welt am Sonntag“ ausgewertet hat. Robert Habeck gerät seitdem zunehmend unter Druck. Doch die eigenen Akten zur Atomkraftfrage hält sein Ministerium weiterhin geheim, obwohl ein gesetzlicher Anspruch auf Einsicht besteht. Deshalb haben wir nun Klage eingereicht. 
 
Seit Jahrzehnten führen die Grünen ihren Kampf gegen Atomenergie in Deutschland – erst auf der Straße, inzwischen in der Regierung. In einer gemeinsamen Recherche zeigen Cicero und „Welt am Sonntag“ auf, wie im Wirtschafts- und Umweltministerium monatelang getrickst und verzögert wurde, um eine wirtschaftlich sinnvolle Laufzeitverlängerung zu verhindern. Der Konflikt um die letzten deutschen Kernkraftwerke ist noch nicht beendet. 
 
Laufzeitverlängerung Die 166 Dokumente, die den Mythos vom fairen AKW-Entscheid entlarven (WELT+)
Bei der Frage der Atomlaufzeitverlängerung gab es keine ergebnisoffene Prüfung. Darauf deuten interne Dokumente der Bundesregierung hin, die WELT analysiert hat. Zudem zeigt sich, dass Robert Habeck sogar gegen die Einschätzung der eigenen Fachleute handelte.

Energiekrise - Die Rettung der Klimapolitik vor den Bürgern

Abwehrschirm und Entlastungspakete sollen angeblich den Wohlstand der Bürger erhalten. Sie zielen jedoch darauf ab, die elitäre ökologische Klimapolitik vor einer Rebellion der Bürger zu schützen. 
 
Business Class Edition: 
Gasumlage: Habecks Rohrkrepierer
Deutschland – die kranke Frau Europas
Den Deutschen wird nun die Rechnung präsentiert – und die Medien schweigen
Von Laszlo Trankovits vom 24.08.2022
Das Desaster deutscher Politik wird immer deutlicher – aber angesichts des bedrohten Wohlstands sehen die meisten Medien vor allem die Bürger in der Pflicht. Schließlich würde eine schonungslose Analyse der Miseren des Landes die Mitschuld der Medien am Niedergang Deutschlands deutlich machen. 

Gasbettelei
Wenn´s nicht so traurig wäre, könnte man lachen. In Deutschland wird großkotzig das deutsche Energiewende-Modell als Vorbild für die Welt bezeichnet und jetzt reisen führende Politiker wie Bettelmönche mit Klingelbeuteln um die Welt und betteln um Energierohstoffe.
Scholz und Habeck in Kanada
Die globalen Gas-Bettler kommen mit leeren Händen nach Hause
Von Klaus-Rüdiger Mai, 24.08.2022
 
Gefahr eines erneuten Wirtschaftseinbruchs -
Gas für Deutschland? Fehlanzeige! (Cicero
+)
Bis zum Jahr 2024 besteht keine Chance, die russischen Gaslieferungen komplett zu ersetzen. Daher ist die einzige Möglichkeit, Russland dazu zu bewegen, die vereinbarten Mengen weiterhin zu liefern. Denn wenn uns im Winter das Gas ausgeht, wird das erneut einen massiven Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung bedeuten, den wir uns nach der Corona-Krise nicht leisten können.
VON STEFAN LIEBING am 11. August 2022

Gefühlte und tatsächliche Wahrheiten -
Deutschland braucht dringend eine Klimapolitik ohne Denkverbote (Focus+)

Der Ukrainekrieg offenbart die gravierenden Verfehlungen in der Energie- und Klimapolitik in Deutschland. Ursächlich hierfür ist die enorme Diskrepanz zwischen den ideologisch-moralischen Wunschvorstellungen und der energiewirtschaftlichen Realität. Vernünftige Klimapolitik muss den Kriterien der Effizienz und der Wirksamkeit entsprechen und grundlegend auf Forschung und Innovationen beruhen.

Was kostet der Gas-Boykott?
Die Bundesregierung will immer noch nicht eingestehen, dass ihre Energiepolitik gescheitert ist

Von  Fritz Vahrenhold
Der Boykott russischer Gaslieferungen wäre das endgültige Aus für sechs Millionen Industriearbeitsplätze. Auch Flüssiggas ist wegen seiner hohen Preise keine Alternative. Die Bundesregierung drückt sich um das Eingeständnis, dass die Energiewende krachend gescheitert ist, so der Energieexperte Fritz Vahrenholt. 

Klimaangst hat in Deutschland Hochkonjunktur – das politisch-mediale Trommelfeuer in den Medien zeigt Wirkung (NZZ)

Die Deutschen fürchten sich immer. Aber mehr als vor allem anderen fürchten sie sich derzeit vor dem Klimawandel. Das hängt damit zusammen, dass es überproportional viel Klimaberichterstattung gibt. Diese ist moralisch aufgeladen und sympathisiert mit Aktivisten.
Irgendwer hat in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit angeordnet, dass der Klimawandel von jetzt an unser einziges wirklich wichtiges Problem ist. Wenn wir diesem Problem nicht sofort alles andere unterordnen, wird die Welt untergehen.

Was ist dem Westen wichtiger – die Menschenrechte in China oder der Klimaschutz? Über die Widersprüche der Klimapolitik wird nicht gerne geredet (NZZ)In der Klimapolitik geben Heuchler und Phantasten den Ton an. Deutlich wird das im Umgang mit China.
Man braucht Peking und schürt zugleich die Spannungen. Es ist Zeit für Ehrlichkeit – und für realistische Ziele.
Es ist keine Übertreibung zu behaupten, dass die Klimapolitik das Thema mit der größten Sprengkraft der Gegenwart ist. Hier vermischen sich Geopolitik, wirtschaftliche Interessen, nationale Egoismen und obendrein die Gesetze der Natur, die sich menschlichem Einfluss entziehen. Dieses Knäuel liesse sich vielleicht entwirren, wenn die traditionellen Instrumente der Politik nicht an eine Grenze stießen.
Wir reden von der Weltgemeinschaft und meinen damit die internationalen Organisationen und Konferenzen, die jedes Problem so lange erörtern, bis es in unzähligen Papieren fein säuberlich portioniert ist. Tatsächlich aber gab es in der Vergangenheit auf die wenigsten Fragen wirklich globale Antworten. Selbst die Corona-Pandemie wird national bekämpft.

Die größte Herausforderung lautet nicht, den Temperaturanstieg um ein halbes Grad mehr oder weniger zu reduzieren, sondern einen Konsens aller relevanten Akteure zu erreichen. Denn der Klimawandel kann nur begrenzt werden, wenn die Menschheit an einem Strang zieht. Bis jetzt ist von Eintracht wenig zu spüren. Zur Uno-Klimakonferenz COP26 reisen voraussichtlich weder der chinesische noch der russische Staatschef an. Xi Jinping repräsentiert den grössten Verursacher von Treibhausgasen, Wladimir Putin einen der grössten Produzenten fossiler Brennstoffe.

Heinz Buschkowsky:
„Bei der SPD gehen Klima und Erdenrettung vor Versorgung des Einzelnen“ (WELT+)

In der Sendung „Hart aber fair" sagte die EU-Vizepräsidentin Katarina Barley (52)unter anderem: „Die Kilowattstunde, die ich nicht verbrauche, ist am billigsten.“ Und unterstellte so den Verbrauchern, sie seien eben selbst schuld an den steigenden Kosten.
Heinz Buschkowsky: Das ist ein Schmarrn. Es ist schon schneidig als jemand aus der monatlichen 20.000 Euro-Klasse breiten Bevölkerungsschichten den „Klugscheißer“ zu geben, dass sie eben ihr Haus umbauen müssen. Wer Energie verschleudert, versündigt sich eben am Erdball und muss dafür Buße tun. Aber Spaß beiseite, das kann man den Menschen doch nicht ernsthaft anbieten. Glauben die Herrschaften aus dem Elfenbeinturm wirklich, dass der Durchschnittsmensch im Lande einfach nur mal so Baumaßnahmen zum Klimaschutz finanziert? Da muss man schon ziemlich abgehoben sein. Aber die Ansage ist klar: Wer seinen Energieverbrauch nicht senkt, ist ein Volksschädling.

WELT: Früher war die SPD die Partei der kleinen Leute. Haben sich die Prioritäten verschoben?
Buschkowsky: Der Gedanke drängt sich auf. Impfkosten und Covid-Tests sind unzumutbar, aber Haussanierungen erste Bürgerpflicht. Ein bisschen verrückt ist das schon. Bei der SPD gehen Klima und Erdenrettung vor Versorgung und Lebensstandard des Einzelnen. Vor einem halben Pfund Butter und dem Jahresurlaub im Mallorca kommt erst die Rettung des Planeten.

Buschkowsky: Das kann man wohl sagen. Das Ziel der Politik, den Lebensstandard der Bürger zu sichern und zu erhalten, ist abgelöst durch Sorge um den Erdball. Jetzt heißt es: Der Lebensstandard des Einzelnen ist gegenüber globalen Erfordernissen nachrangig. Glaubt jemand wirklich, dass Wohl und Wehe der Menschheit dadurch auf dem Spiel stehen, ob Oma Duck ihr Häuschen im Schwarzwald wärmeisoliert oder nicht? Auch Sonnenkollektoren, Windräder oder Wärmepumpen sind nur Winzlinge im System und für den steigenden Energiebedarf zum Beispiel Chinas von untergeordneter Bedeutung.

Ist das der Klimawandel?
Angesichts der katastrophalen Überschwemmungsbilder im Westen Deutschlands ist für viele schnell klar: Das liegt am Klimawandel. Deswegen wird mehr Klimaschutz gefordert. Ja, wir brauchen mehr Klimaschutz. Aber meinen wirklich alle das Gleiche? Ich meine nein. Ideologen sehen die Stunde gekommen, massiv mehr Schutz des Klimas zu fordern. Pragmatiker dagegen mehr Schutz vor dem Klima.

Statt wie das Kaninchen vor der Schlange auf den Klimawandel zu starren und zu glauben, wir Deutschen könnten mit einem Anteil von rund 1,5 % des CO2 am Weltaufkommen mit Milliarden das Weltklima beeinflussen, muss dringend mehr Geld dafür verwendet werden, die Infrastruktur „klimafest“ zu machen und für mehr Wasserspeicherung als Vorsorge für Dürrezeiten und Hochwasserschutzmaßnahmen für Starkregenphänomene und steigende Meeresspiegel zu sorgen.

Offensichtlich hat sich das Klima bereits gewandelt und eines ist gesicherte Erkenntnis: Selbst wenn Deutschland ab sofort kein CO2 mehr emittieren würde, hätte das keinerlei Einfluss auf das globale Klima. Und wenn das auf der ganzen Welt geschähe, würde es noch 60 bis 70 Jahre dauern, bis ein positiver Effekt spürbar und sich das Klima auf welchem Niveau auch immer einpendeln würde. Also täten wir gut daran, uns vor Extremwetterlagen zu schützen, statt sie verhindern zu wollen…

Nüchterne Analyse erforderlich (Cicero)

Es lässt sich wohl nicht leugnen, dass es einen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterlagen und dem Klimawandel gibt. Aber selbst wenn Deutschland bereits klimaneutral wäre, sähe die weltweite Großwetterlage nicht anders aus. Die Bundesrepublik Deutschland ist jedenfalls nicht das Land, das die Erderhitzung entscheidend befördert. Was immer wir in der Klimapolitik auch tun: Ein deutscher Allleingang bewirkt nichts, und ein konzertiertes europäisches Vorgehen führt ebenfalls nicht zu einer weltweiten Verbesserung der Lage. Ohne globale Anstrengungen, ohne ein Mitwirken von China, den USA, Indien und Russland, sind nationale Lösungen beruhigend fürs Gewissen, bewirken aber keine nachhaltige Trendumkehr.
Übrigens: Man mag sich nicht vorstellen, die vielen Rettungsfahrzeuge, die zurzeit zum Einsatz kommen, würden ausnahmslos von Elektromotoren angetrieben. Dann stünden in den überschwemmten Gebieten alle Räder still, weil dort die Stromversorgung zusammengebrochen ist. Was zeigt, dass wir aus dieser Katastrophe nur lernen können. Aber das erfordert nüchterne Analysen – selbst in einem Superwahljahr.

Deutschland sollte auch über Dämme und Frühwarnsysteme und nicht nur über Windräder und Elektroautos reden (NZZ)

Die politische Aufarbeitung der Unwetterkatastrophe in Deutschland konzentriert sich auf den Streit über die Energiewende. Fragen zum besseren Schutz der Bevölkerung vor Unwetterkatastrophen wären mindestens so wichtig.

Die schweren Unwetter in Westdeutschland und ihre erschreckende Zahl von Todesopfern sind eine unglaubliche Tragödie. Blickt man auf die politischen Debatten der letzten zwei Tage, entsteht allerdings der Eindruck, als wäre das Ereignis für viele Personen eher ein Glücksfall. Sie sehen sich in ihrer Weltanschauung bestätigt und ziehen in politischen Statements, in Medienkommentaren oder auf den sozialen Netzwerken blitzschnell die mal hämisch, mal warnend gemeinte Schlussfolgerung: Das sind die Folgen des Klimawandels....
>>> zum Text (lesenswert)

Donnerstag, 27. August 2020

Klimafakten, die Sie in den Leitmedien so nicht finden


Klimafakten die Sie in den Leitmedien so nicht finden

Da der Klimaschutz in Deutschland das beherrschende politische Thema werden wird, sammele und archiviere ich hier Beiträge zu diesem Thema. Insbesondere solche, die man in den Leitmedien kaum findet.

Ich zweifele nicht am Klimawandel, ich zweifele auch nicht, dass das ein großes Problem ist.

Ich zweifele daran, dass allein Deutschland den Klimawandel mit messbarem Effekt beeinflussen kann und als Vorbild beim Klimaschutz voranzugehen hat.

Auch würde mich interessieren, was konkret eine deutsche CO2-Reduktion, bezogen auf das Weltklima, bewirken soll, bzw. welche globale Temperaturverringerung  erreicht werden soll.

Wenn die weltweiten CO2-Emissionen die Globaltemperatur bis 2100 wirklich um 4,5 Grad  erhöhen sollten, dann könnte  Deutschlands Kraftakt (nach heutigem Stand), bei einem Anteil von ca. 2 Prozent an diesen Emissionen und bei deren Reduzierung um 80 Prozent bis 2050, bewirken, den Temperaturanstieg lediglich um 0,07 Grad zu senken - 4,5x(2x0,8).

Auch zweifele ich an denen, die glauben, das Problem lösen zu können. Ich zweifele an denen, die in der Klimadebatte entschieden die Wissenschaft glorifizieren, wenn diese ihre Position bestätigen, die aber gleichzeitig deren Erkenntnisse, dass Gentechnik und Glyphosat bei sachgerechter Verwendung für den Menschen unbedenklich seien oder dass der Homöopathie die Wirkung fehle, vehement bekämpfen und empört zurückweisen.

"Wissenschaft muss mit der Ungewissheit operieren, dass es Fehler geben kann. Man kann das nur eingrenzen, aber nicht ausschließen", sagt Friedrich Steinle. "Entscheidend ist, dass uns die Möglichkeit des Fehlers bewusst ist. Wissen ist kein Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Wissen bedeutet Veränderung. Allzu oft stellt sich heraus, dass die Dinge anders sind als gedacht“.

Ich halte mich daher an Bertrand Russell: „Wenn alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten“ oder an Albert Einstein: „Wenn Tausende Wissenschaftler von dem Ergebnis X überzeugt sind, aber auch nur einer unter den gleichen Bedingungen den Nachweis führt, dass X falsch ist, dann haben sich alle anderen geirrt“.

(Wer "Irrtümer der Wissenschaft" googelt, erhält 482.000 Treffer!).

Dieter Nuhr dazu in seiner Sendung am 31.10.2019: (Ab Min. 25:40)

„Ich habe mein ganzes Leben lang schon mit dem drohenden Weltuntergang gelebt. Deshalb kann ich die apokalyptischen Visionen in meinem Alter nicht mehr ganz so ernst nehmen.  Was ist mir nicht alles prophezeit worden und woran sollte ich nicht schon alles sterben: Vogelgrippe, Schweinegrippe, Hühnergrippe, Aids, resistente Bakterien, Atomkraft, Waldsterben, Smog, Ozonloch, Chemie - insbesondere Glyphosat, Masernimpfung, Mikrowellen, Nato-Doppelbeschluss, Aluminium im Deo, Nano-Teilchen und Plastikabrieb, Gammelfleisch im Döner und NO2 in der Luft. Ich sollte schon so oft versterben, und zwar wissenschaftlich verbrieft. Wie soll ich heute noch beurteilen, wie dramatisch es jetzt ist? Ach, ja. Handystrahlungen habe ich vergessen. Es gibt Milliarden Handys, und es ist nicht ein Fall bekannt geworden, dass einer durch Handys „gaga“ oder krank geworden oder sogar gestorben ist“.

Neuester Artikel:

>>> Wasser statt Wasserstoff im Tank?

>>> Die sieben Schwächen des deutschen Kohleausstiegs (WELT)

>>> Was wäre, wenn wir die Gefahren der Kernenergie überschätzen?

>>> Jean Pütz: Scheitert die Energiewende am elektrischen Strom?

>>> Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich?

>>> Deutsche Energiewende wird wie eine Seifenblase platzen

>>> Die Physik des Stromnetzes lässt sich politisch nicht regulieren

>>> Naturkatastrophen-Bericht: ARD und ZDF setzen den Klima-Frame

>>> Wissenschaftler zum Klimawandel - Problematische Warnung der 11.000 (Cicero)

>>> Meeresspiegelanstieg (bis 2300) - Das sind die 5 größten Sünder (BAZ)

>>> Sinkende Diesel-Zulassungen führen zu deutlichem Anstieg bei CO2-Emission (Focus)

Mittwoch, 5. Februar 2020

Wasser statt Wasserstoff im Tank?

scinexx.de

Wasser statt Wasserstoff im Tank?
Stefan Reich


Billiger Treibstoff für Brennstoffzellen: Forscher haben eine neue Methode entdeckt, um Wasserstoff auf simple Weise aus einer Reaktion von Wasser mit Aluminium zu gewinnen. Das neue Verfahren ist schneller und effektiver als die bisherige Wasserstofferzeugung. Vor allem aber könnte es die Wasserstoffproduktion mobil machen und direkt in die Brennstoffzelle integrieren. Dadurch könnten beispielsweise Brennstoffzellenautos künftig einfach Wasser tanken statt des Wasserstoffs.
Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Als Treibstoff für Brennstoffzellen soll er auf klimafreundliche Weise elektrische Energie liefern. Diese Technik ist nicht nur für Fahrzeuge interessant: Es gibt bereits Prototypen für kleine Flugzeuge und beheizte Haushalte. Doch Wasserstoff zu speichern ist wegen seiner geringen Dichte aufwendig, die Herstellung ist langsam und ineffektiv und das Elektrodenmaterial teuer. Mit neuen Elektroden kann das Gas zwar schon mit einer einfachen 1,5 Volt-Batterie erzeugt werden, doch die Laufzeit der Elektrode ist begrenzt.

Ausgangsstoff Wasser

Forscher um Schuo Xu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben nun eine Methode entwickelt, durch die Brennstoffzellen-Fahrzeuge in Zukunft einfach Wasser statt Wasserstoff tanken könnten. Möglich wird dies durch eine direkt der Brennstoffzelle vorgeschaltete Wasserspaltung mithilfe aktiver Metalle. Dabei reagieren bestimmte Metalllegierungen mit Wasser und Aluminium zu Wasserstoff. Bisher allerdings kam diese Reaktion schnell wieder zum Erliegen, weil sich eine Oxidschicht auf den Aluminium bildete.
Xu und sein Team haben nun neue Legierung entdeckt, die dieses Problem löst. Basis des neuen Verfahren ist eine Legierung aus den Metallen Gallium, Indium, Zinn und Wismut. Wenn die Metall-Legierung auf eine in Salzwasser getauchte Aluminium-Platte trifft , entstehen Aluminiumhydroxid und Wasserstoff. Dieser Wasserstoff kann dann in einer Brennstoffzelle mit Protonenaustausch-Membran direkt in elektrische Energie umgewandelt werden.
Aus Wasser und Aluminium entsteht der Wasserstoff für die Brennstoffzelle.© Jing Liu / Chinese Academy of Sciences

Freitag, 31. Januar 2020

Die sieben Schwächen des deutschen Kohleausstiegs


Wirtschaft CO2-Ausstoß
Die sieben Schwächen des deutschen Kohleausstiegs (WELT)
Von Daniel Wetzel Wirtschaftsredakteur
Das Kabinett Merkel legt sich fest: Deutschland steigt als erstes und einziges Land aus Atomenergie und Kohleverstromung aus. Die Folgen für das Klima sind überschaubar. Dafür sind die Risiken und Kosten enorm – auch bei der Versorgungssicherheit. 
Das Kohleausstiegsgesetz, das das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat, verdient zu Recht das Attribut „historisch“. Dass ein Staat in weniger als 20 Jahren fast die Hälfte seiner Stromerzeugung aus freien Stücken abschalten will, hat es so auf der Welt noch nicht gegeben.
Atom- und Kohlekraftwerke standen 2018 noch für 47 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung. Das alles soll jetzt weg – und vieles davon recht bald.
Deutschland ist zwar nur für zwei Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich – und für null Prozent des globalen CO2-Wachstums der vergangenen Dekade. Dennoch soll mithilfe des Kohleausstiegs der gesamte deutsche CO2-Ausstoß um ein Viertel gesenkt werden.
Anders als in vielen anderen Ländern soll dies ohne Hilfe der fast CO2-freien Kernenergie gelingen, die ebenfalls abgeschaltet wird.
Ob das Vorhaben visionär, mutig, vorbildlich, riskant, tollkühn, wahnsinnig oder schlicht notwendig ist, liegt im Auge des Betrachters: Bei der Bewertung der Energiewende gehen die Meinungen auseinander.
Die Bundesregierung ist der Überzeugung, einen guten Kompromiss zwischen den Erfordernissen des Klimaschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Versorgungssicherheit gefunden zu haben. Dennoch sind die Schwächen und Risiken des Kohleausstiegsplans erheblich.

1. Kein zusätzlicher Klimanutzen

Die schärfste Kritik am deutschen Kohleausstieg ist grundsätzlicher Natur: Der deutsche Markteingriff ist aus klimapolitischer Sicht völlig unnötig. Der Europäische Emissionshandel verteuert die Verstromung fossiler Energieträger ohnehin. Die Menge der CO2-Berechtigungen sinkt Jahr für Jahr.

Donnerstag, 30. Januar 2020

Was wäre, wenn wir die Gefahren der Kernenergie übersschätzen?

Atomkraft hat keinen sonderlich guten Ruf. Doch im Vergleich zu anderen Arten der Energieerzeugung scheint sie gar nicht mal so gefährlich.
von Vince Ebert
Kaum eine Nation der Welt fürchtet sich so vor Kernenergie wie wir Deutschen. Als es 2011 zu dem Reaktorunfall in Fukushima kam, wurden in den Apotheken von Flensburg bis Oberammergau die Jodtabletten knapp. Sogar Geigerzähler fanden in den Baumärkten der Nation reißenden Absatz. Die Bundesregierung reagierte umgehend und beschloss wenige Wochen später, aus der Kernenergie auszusteigen.
Doch wie gefährlich ist Kernenergie wirklich? Oder genauer gesagt: Wie gefährlich ist sie im Vergleich zu anderen Arten der Energieerzeugung?
Ein guter Richtwert dafür bildet der Energy’s Deathprint. Darunter versteht man die Zahl der Todesopfer, die eine bestimmte Energieart pro erzeugte Petawattstunde (physikalische Einheit für sehr große Energiemengen) kostet. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden der Energy’s Deathprint von der Weltgesundheitsorganisation, dem Center for Disease Control, der National Academy of Science und diversen anderen Instituten berechnet und abgeschätzt. Die Ergebnisse weisen alle in dieselbe Richtung: Die eindeutig tödlichste Form der Energieerzeugung ist Kohlestrom. Auf jede erzeugte Petawattstunde (PWh) Kohlestrom kommen den Berechnungen zufolge 100 000 Todesopfer. Die Zahlen errechnen sich aus der Kombination von direkten Todesfällen durch Stollenunglücke und Staublungen sowie weiteren epidemiologischen Schätzungen. In China liegt die Zahl aufgrund von laxen Umwelt- und Arbeitsschutzmaßnahmen sogar bei 170 000 Opfern.
Am zweitgefährlichsten gilt die Stromerzeugung durch Erdöl (zirka 36 000 Tote/Petawattstunde), gefolgt von Erdgas (4000 Tote/PWh). Selbst die Energieerzeugung mittels Wasserkraft ist mit 1400 Toten pro PWh (meist aufgrund von Dammbrüchen) noch vergleichsweise gefährlich. Dann kommt Solarenergie (440 Tote) und Windkraft (150 Tote). Wo in dieser Auflistung findet sich nun die Kernenergie? Sie liegt mit 90 Toten pro PWh am untersten Ende der Gefährlichkeitsskala. Dabei sind Tschernobyl, Three Mile Island, Fukushima sowie der Uranbergbau bereits eingerechnet.

Dienstag, 28. Januar 2020

Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklicht?

Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich?
Wenn man den Medien, der Politik und nun auch Fridays for Future glaubt, dann sind sich 97% der Klimaforscher einig, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist. Aber stimmt das wirklich? Eine Überprüfung dieser Behauptung ergibt ein ganz anderes Bild.

Eine Gruppe um den Kognitionswissenschaftler John Cook (Kognitionswissenschaft: eine interdisziplinäre Form zur Erforschung (und Beeinflussung?) menschlichen Denkens, vergleichbar mit dem "Nudging", Synonym für anregen, lenken, formen oder medial-politisches Schubsen von Bürgern in die richtige Richtung), kam 2013 zu der Überzeugung, dass zwar die Geschichte des Klimawandels Jahrzehnte alt sei und sich seit den 90er Jahren wie ein roter Faden durch die Klimadiskussion hinziehe, dass aber Kohle-, Öl- und Gasverbände, konservative Think-Tanks und Politstrategen ihn über ein Jahrzehnt in Zweifel zogen, bevor Sozialwissenschaftler (!!!) sich des Themas widmeten. Seit den 90er Jahren würde vor allem diskutiert, ob in der Forschung Einigkeit darüber herrsche, dass die Erderwärmung menschengemacht sei. So im „Handbuch zum Klimakonsens“  nachzulesen..
Cook präsentierte 2013 das Ergebnis einer Metastudie, aus der die Zahl der 97 prozentigen Einigkeit hervorgehen sollte und seitdem als unbestreitbare Wahrheit präsentiert wird. In dieser Metastudie hat John Cook knapp 12.000 Forschungsarbeiten zu den Themen Klima und Umwelt darauf untersucht, ob sie dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben, oder nicht. Sein Fazit: Aus 97 Prozent der Arbeiten und Studien ergebe sich, dass der Mensch Schuld sei.
Markus Fiedler hat sich die Metastudie, deren Daten und Ergebnisse alle öffentlich zugänglich sind, angeschaut und sie überprüft. Er kommt zu der Überzeugung, dass Cook mathematische Tricks angewandt und manipuliert habe.
Es entsteht damit der Verdacht, dass Cook mit der Studie ein bestimmtes Ergebnis erreichen wollte und sich die Ergebnisse so hingebogen hat, dass sie „passen“. Das bestätigt Cook auch selbst, wenn er über seine Studie schreibt: „Eine genaue Einschätzung des Grades an wissenschaftlichem Konsens ist ein wesentliches Element für die öffentliche Unterstützung der Klimapolitik".
Das Fazit müsse laut Fiedler lauten:
„In 99,46 % aller wissenschaftlichen Arbeiten ist eine Zustimmung zur These des überwiegenden Anteils des Menschen am Klimawandel nicht erkennbar. Viele halten den Anteil des Menschen für geringer oder machen keine klare Aussage dazu. Die überwiegende Mehrheit von mehr als 66% macht keine Aussage zu dieser Fragestellung. Ein geringer Teil lehnt gar einen überwiegenden oder wenigstens maßgeblichen menschlichen Anteil am Klimawandel eindeutig ab“.
Fiedler kommt zu seiner Einschätzung, weil Cook von 11.944 Studien 7.970 (66,73 %) rausgerechnet hat, die sich nicht zum menschlichen Einfluss auf die Erderwärmung geäußert haben. Bleiben 3.974 Arbeiten, wovon 2.910 Arbeiten den menschlichen Einfluss wenigstens ein bisschen, 922 den Menschen zwar mit verantwortlich machen, ohne sich auf den Umfang festzulegen und in 64 Arbeiten die Menschen zu mehr als 50 % für den Klimawandel verantwortlich sein sollen. Macht zusammen 3.896 von 3.974 Arbeiten (> 97 %), die irgendwie den menschlichen Einfluss am Klimawandel sehen. 78 Arbeiten sehen den Zusammenhang nicht.
Tatsächlich beinhalten also nur 64 von 11.944 Arbeiten (0,54 %), die sich mit dem Klima befassten, dass der Mensch zu mehr als 50 % für den Klimawandel verantwortlich ist.
Wie Fiedler zu diesem Ergebnis kommt, können Sie hier nachlesen.
>>>Menschengemachter Klimawandel: Wie einig ist sich die Wissenschaft wirklich?

Freitag, 24. Januar 2020

Scheitert die Energiewende am elektrischen Strom?


Scheitert die Energiewende am elektrischen Strom? Mit einer Erklärung von Jean Pütz


Hier nun die wichtigsten Punkte die für jedermann verständlich sind:
1. Elektrischer Strom ist keine Ware die einfach wie Pakete hin und her geschoben werden kann.
2. Das Stromnetz, dazu gehören auch die großen Verteilernetze über Hochspannung, muss stets genauso viel Energie anbieten wie nachgefragt wird. Und zwar in jeder 1000stel Sekunde.
Übersteigt die Nachfrage auch nur um wenige Kilowatt, dann schaltet es sich automatisch ab. Dazu gibt es zwar Sicherungssysteme aber das kann schon dazu führen das ganze Städte ausfallen.
3. Wird allerdings zuviel, z.B. durch regenerative Quellen und dezentrale Einspeisungen produziert, dann muss dieser Strom entweder in Wärme umgewandelt oder exportiert werden.
Das ist aber meistens mit hohen Kosten verbunden, denn der Abnehmer muss damit etwas anfangen können. Er kann es allerdings auch speichern aber dafür benötigt er Pumpspeicherwerke. Das fällt in Alpenstaaten also auch in Bayern relativ leicht.
Deswegen geht der Export des Stroms und zwar nur dann wenn er in Deutschland nicht abgefragt wird meistens auch nach Österreich oder in die Schweiz.
Dafür muss der Energieversorger aber richtig Geld zahlen um damit was anfangen zu können. Er kann es allerdings auch speichern aber dafür benötigt er Pump-Speicher Werke. Das fällt in Alpenstaaten und so auch in Bayern relativ leicht. Deswegen geht der Export-Strom und zwar nur dann wenn er in Deutschland nicht abgefragt wird meistens auch nach Österreich oder in die Schweiz. Dafür muss der Energieversorger aber richtig Geld zahlen. Umgekehrt wenn der diesen Strom wieder haben will, muss ja wieder bezahlen.
Das ist also ein toller Tausch, der im Prinzip aus physikalischen Gründen einfach unfair sein muss. Allerdings wenn mehr Strom nachgefordert wird als die Kraftwerke, als die regenerativen in Deutschland liefern, dann kann es auch sein, dass er den Strom z.B. aus Frankreich oder Polen bezieht. Dahinter allerdings stehen dann Kernkraftwerke aus Frankreich oder Braunkohlekraftwerke aus Polen. Ob das der Ökologie dient ist natürlich fraglich.
4. Es gibt noch ein weiteres Problem und das ist die Stabilität des Netzes und zwar die Frequenz. Dabei hat sich der Wechselstrom bzw. Drehstrom durchgesetzt. Eine Erfindung von Nikola Tesla, der arme Kerl musste in der Namensgebung für das erste Elektroauto herhalten. Wechselstrom bedeutet, dass er permanent die Richtung, das heißt vom Plus auf minus und umgekehrt, wechselt.
Dabei haben sich auch in Deutschland 50 Schwingungen pro Sekunde durchgesetzt, man spricht dann von 50 Hertz. Das hat natürlich auch seine Konsequenz, denn wenn auch nur eine leichte Abweichung von den 50 Hertz erfolgt, dann kann es zum Kurzschluss und zum Gau folgen. Deswegen ist die Stabilität außerordentlich wichtig, sie wurde bisher durch Großkraftwerke gewährleistet.
Es gibt Ingenieure die behaupten es müssten wenigstens 30% der benötigten Energie aus solchen Großkraftwerken stammen, sonst wird das Netz instabil. Nur so ganz stimmt es nicht mehr. Dezentrale regenerative Einspeisungen, mit der künstlichen Intelligenz versehen, können trotzdem eine gewisse Netzstabilität garantieren. Aber die Probe aufs Exempel ist noch nicht geführt worden, und die Behauptung dass in den nächsten 20 Jahren der Strom ausschließlich von regenerativen Quellen gespeist werden kann ist nach Prof. Kobe auch theoretisch und wirtschaftlich nicht möglich.
5. Große Mengen im Bereich von 1000 Terrawattstunden sind nur durch Pumpspeicherwerke möglich. Elektrische chemische Speicherung wie in Batterien sind in dieser Größenordnung völlig unwirtschaftlich.
6. Regenerative Stromeinspeisung ist nicht vergleichbar mit den bisherigen, mit fossilen Brennstoffen versehenen Großkraftwerken. Sie sind sehr von der Wetter- und Klimasituation abhängig.
Ihr Jean Pütz